ethica

Spinozas ethics and various translations, edited for easy post processing.
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4p29d.md (1029B)


 1 Das Vermögen jedes Einzeldinges, und folglich (nach Folgesatz zu Lehrsatz 10,
 2 T. 2) des Menschen, durch welches er da ist und wirkt, wird nur von einem
 3 anderen Einzeldinge bestimmt (nach Lehrsatz 28, T. 1), dessen Natur (nach
 4 Lehrsatz 6, T. 2) aus demselben Attribut verstanden werden muß, aus welchem die
 5 menschliche Natur begriffen wird. Unser Tätigkeitsvermögen kann also, wie es
 6 auch begriffen wird, zwar durch das Vermögen eines anderen Einzeldinges, welches
 7 etwas Gemeinsames mit uns hat, bestimmt und folglich erweitert oder
 8 eingeschränkt werden, nicht aber durch das Vermögen eines Dinges, dessen Natur
 9 von der unsrigen durchaus verschieden ist. Und weil wir das gut oder schlecht
10 nennen, was die Ursache der Lust oder Unlust ist (nach Lehrsatz 8 dieses Teils),
11 d.h. (nach Anm. zu Lehrsatz 11, T. 3) was unser Tätigkeitsvermögen vermehrt
12 oder vermindert, erweitert oder einschränkt; so kann also ein Ding, dessen Natur
13 von der unsrigen durchaus verschieden ist, für uns weder gut noch schlecht sein.
14 W.z.b.w.
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