4p25d.md (669B)
1 Das Streben, wonach jedes Ding in seinem Sein zu beharren strebt, wird allein 2 aus dem Wesen des Dinges selbst erklärt (nach Lehrsatz 7, T. 3), und nur daraus, 3 daß dies gegeben ist, nicht aber aus dem Wesen eines anderen Dinges folgt 4 notwendig (nach Lehrsatz 6, T. 3), daß jeder sein Sein zu erhalten strebt. 5 Dieser Lehrsatz erhellt außerdem aus dem Folgesatz zu Lehrsatz 22 dieses Teils. 6 Denn wenn der Mensch danach strebte, um eines anderen Dinges willen sein Sein zu 7 erhalten, dann wäre dieses Ding die erste Grundlage der Tugend (wie sich von 8 selbst versteht), was (nach dem angeführten Folgesatz) widersinnig ist. Also 9 strebt niemand sein Sein usw. W.z.b.w. 10 11