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1 Niemand unterläßt also, wenn er nicht von äußeren und seiner Natur 2 entgegengesetzten Ursachen besiegt wird, das ihm Nützliche zu verlangen oder 3 sein Sein zu erhalten. Niemand, sage ich, meidet das Essen oder mordet sich 4 selber der Notwendigkeit seiner Natur gemäß, sondern von äußeren Ursachen 5 gezwungen. Dies kann auf viele Weisen geschehen; der eine mordet sich selbst von 6 einem anderen gezwungen, der ihm die rechte Hand, in welcher er zufällig ein 7 Schwert hält, umdreht und ihn zwingt, die Spitze gegen seine eigene Brust zu 8 kehren; ein anderer wird durch den Befehl eines Tyrannen gezwungen, wie Seneca, 9 seine Adern zu öffnen, d.h. er will einem größeren Übel durch ein kleineres 10 entgehen; oder endlich, wenn unbekannte äußere Ursachen seine Vorstellungen so 11 disponieren und seinen Körper so affizieren, daß dieser eine andere der früheren 12 entgegengesetzte Natur annimmt, von der es im Geiste keine Idee geben kann (nach 13 Lehrsatz 10, T. 3). Aber daß der Mensch gemäß der Notwendigkeit seiner Natur 14 streben sollte, nicht da zu sein, oder in eine andere Gestalt verwandelt zu 15 werden, ist genau so unmöglich, wie daß aus nichts etwas werde, wie jeder mit 16 wenigem Nachdenken einsehen kann. 17 18