4p1d.md (622B)
1 Die Falschheit besteht in dem bloßen Mangel der Erkenntnis, welchen die 2 inadäquaten Ideen in sich schließen (nach Lehrsatz 35, T. 2), und sie selbst 3 haben nichts Positives, um dessentwillen man sie falsche nennt (nach Lehrsatz 4 33, T. 2), sondern sind im Gegenteil, sofern sie auf Gott bezogen sind, wahr 5 (nach Lehrsatz 32, T. 2). Wenn daher das, was die falsche Idee Positives hat, 6 durch die Gegenwart des Wahren, insofern es wahr ist, aufgehoben würde, dann 7 würde also die wahre Idee durch sich selbst aufgehoben. Dies ist (nach Lehrsatz 8 4, T. 3) widersinnig. Also wird durch die Gegenwart des Wahren usw. W.z.b.w. 9 10