ethica

Spinozas ethics and various translations, edited for easy post processing.
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4p18d.md (813B)


 1 Die Begierde ist das eigentliche Wesen des Menschen (nach Def. 1 der Affekte),
 2 d.h. (nach Lehrsatz 7, T. 3) das Streben, wodurch der Mensch in seinem Sein zu
 3 beharren strebt. Deshalb wird die Begierde, welche aus der Lust entspringt,
 4 durch den Affekt der Lust an sich erweitert oder vermehrt (nach der Def. der
 5 Lust in der Anm. zu Lehrsatz 11, T. 3); dagegen wird die aus der Unlust
 6 entspringende Begierde durch den Affekt der Unlust an sich (nach derselben
 7 Anmerkung) vermindert oder eingeschränkt. Folglich muß die Macht der Begierde,
 8 welche aus der Lust entspringt, aus dem menschlichen Vermögen in Verbindung mit
 9 dem Vermögen einer äußeren Ursache erklärt werden, die aus der Unlust
10 entspringende Begierde aber allein aus dem menschlichen Vermögen. Und folglich
11 ist jene stärker als diese. W.z.b.w.
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