4p16d.md (645B)
1 Der Affekt gegen ein Ding, das wir uns als zukünftig vorstellen, ist schwächer 2 als gegen ein gegenwärtiges (nach Folgesatz zu Lehrsatz 9 dieses Teils). Die 3 Begierde aber, welche aus der wahren Erkenntnis des Guten und Bösen entspringt, 4 kann auch, wenn diese Erkenntnis sich auf Dinge bezieht, die in der Gegenwart 5 gut sind, durch irgendeine rein zufällige Begierde erstickt oder eingeschränkt 6 werden (nach dem vorigen Lehrsatz, dessen Beweis allgemein ist). Also wird die 7 Begierde, welche aus derselben Erkenntnis entspringt, insofern diese sich auf 8 die Zukunft bezieht, leichter eingeschränkt oder erstickt werden können usw. 9 W.z.b.w. 10 11