4p14d.md (618B)
1 Der Affekt ist (nach der allgemeinen Definition der Affekte) eine Idee, durch 2 welche der Geist eine größere oder geringere Daseinskraft seines Körpers als 3 vorher bejaht und folglich (nach Lehrsatz 1 dieses Teils) nichts Positives, was 4 durch die Gegenwart des Wahren aufgehoben werden könnte, und folglich kann die 5 wahre Erkenntnis des Guten und Bösen, insofern sie wahr ist, keinen Affekt 6 einschränken. Insofern sie aber Affekt ist (siehe Lehrsatz 8 dieses Teils), wenn 7 sie stärker ist als die einzuschränkenden Affekte, kann sie nur insofern (nach 8 Lehrsatz 7 dieses Teils) den Affekt einschränken. W.z.b.w. 9 10