4p12cd.md (779B)
1 Der Affekt gegen ein Ding, welches wir uns als gegenwärtig vorhanden vorstellen, 2 ist intensiver, als wenn wir dasselbe uns als zukünftig vorstellten (nach 3 Folgesatz zu Lehrsatz 9 dieses Teils), und ist viel heftiger, wenn wir uns 4 vorstellen, daß die Zukunft sehr weit entfernt von der Gegenwart ist (nach 5 Lehrsatz 10 dieses Teils). Der Affekt gegen ein Ding, dessen Daseinszeit wir uns 6 als weit von der Gegenwart entfernt vorstellen, ist daher viel schwächer, als 7 wenn wir es als gegenwärtig vorstellten, und dennoch ist er (nach dem obigen 8 Lehrsatz) intensiver, als wenn wir uns das Ding als zufällig vorstellten, und 9 folglich wird der Affekt gegen ein zufälliges Ding viel schwächer sein, als wenn 10 wir uns das Ding als jetzt vor uns gegenwärtig vorstellten. W.z.b.w. 11 12