4appc32.md (1126B)
1 Das menschliche Vermögen ist aber sehr beschränkt und wird von dem Vermögen der 2 äußeren Ursachen unendlich übertroffen, und folglich haben wir keine absolute 3 Macht, die Dinge, welche außer uns sind, nach unserem Nutzen zu fügen. Doch 4 werden wir alles gleichmütig ertragen, was sich uns dem entgegen ereignet, was 5 die Rücksicht auf unseren Nutzen verlangt, wenn wir das Bewußtsein haben, unsrer 6 Pflicht Genüge geleistet zu haben, und wissen, daß das Vermögen, welches wir 7 haben, sich nicht so weit hat erstrecken können, um es vermeiden zu können, und 8 daß wir ein Teil der gesamten Natur sind, deren Ordnung wir befolgen. Wenn wir 9 dies klar und deutlich erkennen, so wird der Teil von uns, welcher als 10 Erkenntnis definiert wird, d.h. der bessere Teil von uns, dabei völlig beruhigt 11 sein und in dieser Beruhigung zu verharren streben. Denn insofern wir erkennen, 12 können wir nur das begehren, was notwendig ist, und überhaupt nur bei dem Wahren 13 uns völlig beruhigen; sofern wir daher dieses richtig erkennen, sofern stimmt 14 das Bestreben des besseren Teils von uns mit der Ordnung der ganzen Natur 15 überein. 16 17