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1 Der Aberglaube scheint dagegen dasjenige als gut festzusetzen, was Unlust; und 2 dasjenige dagegen als schlecht, was Lust bringt. Aber, wie schon gesagt (siehe 3 Anm. zu Lehrsatz 45 dieses Teils), niemand als ein Neidischer freut sich über 4 mein Unvermögen und meine mißliche Lage. Denn mit je größerer Lust wir affiziert 5 werden, zu desto größerer Vollkommenheit gehen wir über und haben folglich um so 6 mehr Teil an der göttlichen Natur; und eine Lust, welche durch die wahre 7 Rücksicht auf unseren Nutzen gemäßigt wird, kann nie schlecht sein. Wer dagegen 8 von der Furcht geleitet wird und das Gute tut, um das Böse zu vermeiden, der 9 wird nicht von der Vernunft geleitet. 10 11