ethica

Spinozas ethics and various translations, edited for easy post processing.
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3p35d.md (1307B)


 1 Man erscheint sich um so rühmlicher, je größer man sich die Liebe vorstellt,
 2 womit der geliebte Gegenstand gegen jemanden affiziert ist (nach dem vorigen
 3 Lehrsatz), d.h. (nach Anm. zu Lehrsatz 30 dieses Teils), man hat um so mehr
 4 Lust, und folglich (nach Lehrsatz 28 dieses Teils) wird man so viel als möglich
 5 sich vorzustellen suchen, daß der geliebte Gegenstand auf das engste mit ihm
 6 verbunden ist. Dieses Bestreben oder dieses Verlangen wird gehegt, wenn man
 7 einen anderen dasselbe begehrend sich vorstellt (nach Lehrsatz 31 dieses Teils).
 8 Es wird aber angenommen, daß dieses Bestreben oder dieses Verlangen
 9 eingeschränkt wird von der Vorstellung des geliebten Gegenstandes selbst,
10 verbunden mit der Vorstellung dessen, mit dem der geliebte Gegenstand sich
11 verbindet. Also würde man (nach Anm. zu Lehrsatz 11 dieses Teils) eben dadurch
12 mit Unlust affiziert werden, verbunden mit der Idee des geliebten Gegenstandes,
13 als der Ursache, und zugleich mit der Vorstellung des anderen, d.h. (nach der
14 Anm. zu Lehrsatz 13 dieses Teils) man wird mit Haß gegen den geliebten
15 Gegenstand affiziert werden und zugleich gegen jenen anderen (nach Folgesatz zu
16 Lehrsatz 15 dieses Teils), den er deshalb (nach Lehrsatz 13 dieses Teils), weil
17 er sich des geliebten Gegenstandes erfreut, beneiden wird. W.z.b.w.
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