3p28d.md (1176B)
1 Wir suchen, so viel wir vermögen, das uns vorzustellen, wovon wir uns 2 vorstellen, daß es zur Lust führe (nach Lehrsatz 12 dieses Teils), d.h. (nach 3 Lehrsatz 17, T. 2) wir suchen es so viel als möglich als gegenwärtig oder als 4 wirklich daseiend zu betrachten. Aber das Bestreben des Geistes oder das 5 Denkvermögen ist von Natur gleich und zusammen mit dem Bestreben des Körpers 6 oder dem Tätigkeitsvermögen (wie aus Folgesatz zu Lehrsatz 7 und Folgesatz zu 7 Lehrsatz 11, T. 2 deutlich folgt). Wir streben also absolut, oder (was nach Anm. 8 zu Lehrsatz 9 dieses Teils dasselbe ist) wir begehren und bezwecken, daß dieses 9 da sei. Dies war das erste. Ferner, wenn wir uns vorstellen, daß das, was wir 10 für die Ursache der Unlust halten, d.h. (nach Anm. zu Lehrsatz 13 dies. Teils) 11 daß das, was wir hassen, vernichtet wird, werden wir Lust empfinden (nach 12 Lehrsatz 20 dieses Teils), und folglich werden wir (nach dem ersten Teil dieses 13 Beweises) suchen, es zu vernichten oder wegzuschaffen (nach Lehrsatz 13 dieses 14 Teils), um es nicht als gegenwärtig zu betrachten. Dies war das zweite. Wir 15 suchen also alles das, wovon wir uns vorstellen, daß es zur Lust usw. W.z.b.w. 16 17