3p27d.md (1129B)
1 Die Vorstellungen der Dinge sind Affektionen des menschlichen Körpers, deren 2 Ideen uns die äußeren Körper gleichsam als gegenwärtig darstellen (nach der Anm. 3 zu Lehrsatz 17, T. 2), d.h. (nach Lehrsatz 16, T. 2) deren Ideen die Natur 4 unseres Körpers und zugleich die gegenwärtige Natur des äußeren Körpers in sich 5 schließen. Wenn also die Natur des äußeren Körpers der Natur unseres Körpers 6 gleich ist, dann wird die Idee des äußeren Körpers, den wir uns vorstellen, eine 7 Affektion unseres Körpers in sich schließen, die derjenigen des äußeren Körpers 8 gleich ist. Folglich, wenn wir uns vorstellen, daß einer unseresgleichen von 9 einem Affekte erregt ist, so wird diese Vorstellung eine Affektion unseres 10 Körpers ausdrücken, die diesem Affekt ähnlich ist, und also dadurch, daß wir uns 11 vorstellen, daß jemand unseresgleichen von einem Affekt erregt wird, werden wir 12 von einem ihm ähnlichen Affekt erregt. Denn wenn wir etwas unseresgleichen 13 hassen, werden wir insofern (nach Lehrsatz 23 dieses Teils) von einem, jenem 14 entgegengesetzten Affekt erregt werden, nicht aber von einem ähnlichen. W.z.b.w. 15 16