3p18sc1.md (1032B)
1 Ich nenne hier ein Ding insofern vergangen oder zukünftig, als wir von demselben 2 erregt gewesen sind oder zukünftig affiziert werden. Z. B. sofern wir es gesehen 3 haben oder sehen werden, sofern es uns erquickt hat oder erquicken wird, uns 4 geschadet hat, oder schaden wird usw. Denn insofern wir es uns so vorstellen, 5 bejahen wir sein Dasein, d.h. der Körper wird von keinem Affekt erregt, welcher 6 das Dasein des Dinges ausschließt, also war (nach Lehrsatz 17, T. 2) der Körper 7 von der Vorstellung des Dinges auf dieselbe Weise affiziert, wie wenn das Ding 8 selbst gegenwärtig wäre. Weil aber meist diejenigen, welche viel Erfahrung 9 haben, schwanken, solange sie ein Ding als künftig oder vergangen betrachten und 10 über den Ausgang der Sache meist in Zweifel sind (siehe Anm. zu Lehrsatz 44, T. 11 2), so sind die Affekte, welche aus solchen Vorstellungen der Dinge entstehen, 12 nicht so beständig, sondern werden meist von den Vorstellungen anderer Dinge 13 getrübt, bis die Menschen über den Ausgang der Sache Gewißheit haben. 14 15