3p18d.md (856B)
1 Solange der Mensch von der Vorstellung eines Dinges affiziert wird, wird er das 2 Ding, wenn es auch nicht vorhanden ist, als gegenwärtig betrachten (nach 3 Lehrsatz 17, T. 2 mit dem Folgesatz) und stellt es sich nur als vergangen oder 4 zukünftig vor, wenn seine Vorstellung mit der Vorstellung der Vergangenheit oder 5 Zukunft verbunden ist (siehe Anm. zu Lehrsatz 44, T. 2). Daher ist die 6 Vorstellung eines Dinges, bloß an sich betrachtet, dieselbe, sie mag auf 7 Zukunft, Vergangenheit oder Gegenwart bezogen werden, d.h. (nach Folgesatz 2 zu 8 Lehrsatz 16, T. 2) der Zustand oder Affekt des Körpers ist derselbe, es mag eine 9 Vorstellung eines vergangenen, zukünftigen oder gegenwärtigen Dinges sein, und 10 folglich ist der Affekt der Lust und Unlust derselbe, die Vorstellung mag die 11 eines vergangenen, zukünftigen oder gegenwärtigen Dinges sein. W.z.b.w. 12 13