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1 Diese Stimmung des Geistes, welche nämlich aus zwei entgegengesetzten Affekten 2 entsteht, heißt Schwanken der Seele, welches sich zum Affekt verhält, wie das 3 Zweifeln zur Vorstellung (siehe Anm. zu Lehrsatz 24, T. 2); das Schwanken der 4 Seele und das Zweifeln unterscheiden sich voneinander nur dem Mehr oder Weniger 5 nach. Es ist aber zu bemerken, daß ich in dem vorigen Lehrsatze dieses Schwanken 6 der Seele aus Ursachen abgeleitet habe, welche an sich die Ursache des einen 7 Affektes und zufällig die Ursache des anderen Affektes sind; ich habe dies 8 deshalb getan, weil es so leichter aus dem vorigen abgeleitet werden konnte, 9 aber nicht, weil ich leugnen wollte, daß das Schwanken der Seele meist durch ein 10 Objekt entsteht, welches die wirkende Ursache beider Affekte ist. Denn der 11 menschliche Körper besteht (nach Post. 1, T. 2) aus sehr vielen Individuen 12 verschiedener Natur, und kann folglich (nach Ax. 1 hinter Lehnsatz 3, nach 13 Lehrsatz 13, T. 2) von einem und demselben Körper auf sehr viele und 14 verschiedene Weisen affiziert werden, und umgekehrt, weil ein und dasselbe Ding 15 auf vielfache Weisen affiziert werden kann, wird es auch auf viele und 16 verschiedene Weisen einen und denselben Teil des Körpers affizieren können. 17 Hieraus können wir leicht erkennen, daß ein und derselbe Gegenstand die Ursache 18 vieler entgegengesetzter Affekte sein kann. 19 20