ethica

Spinozas ethics and various translations, edited for easy post processing.
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3p15d.md (822B)


 1 Angenommen, der Geist würde von zwei Affekten zugleich erregt, wovon der eine
 2 sein Tätigkeitsvermögen weder vermehrt noch vermindert, und der andere es
 3 vermehrt oder vermindert (siehe Post. 1 dieses Teils), so erhellt aus dem
 4 vorigen Lehrsatze, daß, wenn der Geist hernach von dem ersten als seiner wahren
 5 Ursache, welche (nach der Voraussetzung) an sich sein Denkvermögen weder
 6 vermehrt noch vermindert, affiziert wird, er auch sogleich von dem anderen,
 7 welcher sein Denkvermögen vermehrt oder vermindert, das heißt (nach der Anm. zu
 8 Lehrsatz 11 dieses Teils) von Lust oder Unlust erregt werden wird, und sonach
 9 ist jenes Ding nicht an sich, sondern zufällig Ursache der Lust oder Unlust. Auf
10 dieselbe Weise kann nun leicht dargetan werden, daß jenes Ding zufällig die
11 Ursache der Begierde sein kann. W.z.b.w.
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