ethica

Spinozas ethics and various translations, edited for easy post processing.
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2p43d.md (1123B)


 1 Die wahre Idee in uns ist die, welche in Gott, sofern er durch die Natur des
 2 menschlichen Geistes ausgedrückt wird, adäquat ist (nach Folgesatz 51 zu
 3 Lehrsatz dieses Teils). Setzen wir daher, es gebe in Gott, sofern er durch die
 4 Natur des menschlichen Geistes ausgedrückt wird, die adäquate Idee A. Von dieser
 5 Idee muß es notwendig auch in Gott eine Idee geben, welche sich auf Gott in
 6 derselben Weise bezieht, wie die Idee A (nach Lehrsatz 20 dieses Teils, dessen
 7 Beweis allgemein ist). Die Idee A wird aber als sich auf Gott beziehend
 8 angenommen, sofern er durch die Natur des menschlichen Geistes ausgedrückt wird,
 9 folglich muß auch die Idee der Idee A sich auf Gott in derselben Weise beziehen,
10 d.h. (nach demselben Folgesatz zu Lehrsatz 11 dieses Teils) diese adäquate Idee
11 der Idee A wird im Geiste selbst sein, welcher die adäquate Idee A hat. Sonach
12 muß jeder, der eine adäquate Idee hat, oder (nach Lehrsatz 34 dieses Teils) der
13 ein Ding wahr erkennt, zugleich eine adäquate Idee oder wahre Erkenntnis seiner
14 Erkenntnis haben, d.h. (wie an sich offenbar) er muß zugleich dessen gewiß
15 sein. W.z.b.w.
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