2p30d.md (1035B)
1 Die Dauer unseres Körpers hängt nicht von seinem Wesen ab (nach Ar. I dieses 2 Teils), noch auch von der absoluten Natur Gottes (nach Lehrsatz 21, T. I), 3 sondern (nach Lehrsatz 28, T. I) wird er von solchen Ursachen zum Dasein und 4 Wirken bestimmt, welche auch von anderen bestimmt sind, auf gewisse und 5 bestimmte Weise da zu sein und zu wirken, und diese wieder von äußeren, und so 6 ins Unendliche. Die Dauer unseres Körpers hängt also von der allgemeinen Ordnung 7 der Natur und dem Zustande der Dinge ab. Auf welche Weise aber die Dinge 8 eingerichtet sind, davon gibt es eine adäquate Erkenntnis in Gott, sofern er die 9 Ideen von ihnen allen und nicht, sofern er nur die Idee des menschlichen Körpers 10 hat (nach Folgesatz zu Lehrsatz 9 dieses Teils). Deshalb ist die Erkenntnis der 11 Dauer unseres Körpers in Gott höchst inadäquat, sofern er nur als die Natur des 12 menschlichen Geistes ausmachend betrachtet wird. d.h. (nach Folgesatz zu 13 Lehrsatz II dieses Teils) diese Erkenntnis ist in unserem Geiste höchst 14 inadäquat. W.z.b.w. 15 16