ethica

Spinozas ethics and various translations, edited for easy post processing.
git clone https://git.repetitions.de/ethica

2p23d.md (1254B)


 1 Die Idee oder Erkenntnis des Geistes folgt (nach Lehrsatz 20 dieses Teils) in
 2 Gott auf dieselbe Weise und ist auf Gott in derselben Weise zu beziehen, wie die
 3 Idee oder Erkenntnis des Körpers. Da aber (nach Lehrsatz 19 dieses Teils) der
 4 menschliche Geist den menschlichen Körper selbst nicht erkennt, d.h. (nach
 5 Folgesatz zu Lehrsatz 11 dieses Teils) da die Erkenntnis des menschlichen
 6 Körpers nicht auf Gott zu beziehen ist, insofern er die Natur des menschlichen
 7 Geistes ausmacht; so ist also die Erkenntnis des Geistes auf Gott nicht zu
 8 beziehen, insofern er die Wesenheit des menschlichen Geistes ausmacht. Folglich
 9 (nach demselben Folgesatz zu Lehrsatz 11 dieses Teils) erkennt insofern der
10 menschliche Geist sich nicht. Ferner schließen die Ideen der Affektionen,
11 wodurch der Körper affiziert wird, die Natur des menschlichen Körpers selbst in
12 sich (nach Lehrsatz 16 dieses Teils); das heißt (nach Lehrsatz 13 dieses Teils)
13 sie stimmen mit der Natur des Geistes überein; sonach wird die Erkenntnis dieser
14 Ideen die Erkenntnis des Geistes notwendig in sich schließen. Nun ist aber (nach
15 dem vorigen Lehrsatz) die Erkenntnis dieser Ideen in dem menschlichen Geiste
16 selbst; folglich erkennt sich der menschliche Geist nur insofern. W.z.b.w.
17 
18