2p1sc.md (548B)
1 Dieser Lehrsatz erhellt auch daraus, daß wir ein unendliches denkendes Wesen 2 begreifen können. Denn je mehr ein denkendes Wesen denken kann, desto mehr 3 Realität oder Vollkommenheit müssen wir ihm auch in unserem Begriffe beilegen. 4 Ein Wesen also, das Unendliches auf unendliche Weisen denken kann, ist notwendig 5 unendlich an Kraft des Denkens. Da wir also auf das bloße Denken achtend, ein 6 unendliches Wesen begreifen, so ist (nach Def. 4 und 6, T. 1) das Denken 7 notwendig eines von den unendlich vielen Attributen Gottes, wie wir behaupten. 8 9