2p19d.md (1421B)
1 Denn der menschliche Geist ist selbst die Idee oder die Erkenntnis des 2 menschlichen Körpers (nach Lehrsatz 13 dieses Teils), welche (nach Lehrsatz 9 3 dieses Teils) zwar in Gott ist, sofern er als von einer anderen Idee eines 4 Einzeldinges affiziert betrachtet wird, oder weil (nach Post. 4) der menschliche 5 Körper sehr vieler Körper bedarf, von welchen er beständig gleichsam wieder 6 erzeugt wird, und die Ordnung und Verknüpfung der Ideen (nach Lehrsatz 7 dieses 7 Teils) dieselbe ist, wie die Ordnung und Verknüpfung der Ursachen; so wird diese 8 Idee in Gott sein, sofern er als von den Ideen sehr vieler Einzeldinge affiziert 9 betrachtet wird. Gott hat daher die Idee des menschlichen Körpers, oder erkennt 10 den menschlichen Körper, insofern er von sehr vielen anderen Ideen affiziert 11 ist, und nicht, insofern er die Natur des menschlichen Geistes ausmacht, das 12 heißt (nach Folgesatz zu Lehrsatz 11 dieses Teils) der menschliche Geist erkennt 13 den menschlichen Körper nicht. Aber die Ideen der Affektionen des Körpers sind 14 in Gott, insofern er die Natur des menschlichen Geistes ausmacht, oder der 15 menschliche Geist faßt eben diese Affektionen auf (nach Lehrsatz 12 dieses 16 Teils) und folglich (nach Lehrsatz 16 dieses Teils) den menschlichen Körper 17 selbst, und zwar (nach Lehrsatz 17 dieses Teils) als wirklich daseiend; nur 18 insofern also faßt der menschliche Geist den menschlichen Körper selbst auf. 19 W.z.b.w. 20 21