2p13l3c.md (1097B)
1 Hieraus folgt, daß ein bewegter Körper so lange in Bewegung bleibt, bis er von 2 einem anderen Körper zur Ruhe bestimmt wird, und daß ein ruhender Körper auch 3 solange ruht, bis er von einem anderen zur Bewegung bestimmt wird, was auch an 4 sich klar ist. Denn gesetzt, ein Körper, z. B. A ruhe, dann werde ich, wenn ich 5 keine anderen bewegten Körper in Betracht ziehe, von dem Körper nichts sagen 6 können, als daß er ruht. Wenn es nach her sich träfe, daß der Körper A, sich 7 bewegt, so konnte dies gewiß nicht daraus entspringen, daß er in Ruhe war; denn 8 daraus konnte nichts anderes erfolgen, als daß der Körper A ruhte. Gesetzt aber 9 A bewegt sich, so werden wir, so oft wir nur auf Aachten, von ihm nichts 10 behaupten können, als daß er sich bewegt. Wenn es nachher sich träfe, daß A 11 ruht, so konnte auch dieses gewiß nicht aus der Bewegung entspringen, welche er 12 hatte; denn aus der Bewegung konnte nichts anderes folgen, als daß A sich 13 bewegte. Es geschah also von einem Dinge, das nicht in A war, nämlich von einer 14 äußeren Ursache, von der A zur Ruhe bestimmt worden ist. 15 16