2p11c.md (704B)
1 Hieraus folgt, daß der menschliche Geist ein Teil des unendlichen Verstandes 2 Gottes ist; wenn wir demnach sagen: der menschliche Geist faßt dies oder jenes 3 auf, so sagen wir nichts anderes, als daß Gott, nicht sofern er unendlich ist, 4 sondern sofern er durch die Natur des menschlichen Geistes ausgedrückt ist, oder 5 sofern er das Wesen des menschlichen Geistes ausmacht, diese oder jene Idee hat. 6 Und wenn wir sagen, Gott hat diese oder jene Idee, nicht nur, insofern er die 7 Natur des menschlichen Geistes ausmacht, sondern sofern er zugleich mit dem 8 menschlichen Geiste auch die Idee eines anderen Dinges hat, dann sagen wir, daß 9 der menschliche Geist ein Ding teilweise oder unadäquat auffaßt. 10 11