1p31d.md (668B)
1 Denn unter Verstand verstehen wir (wie an sich klar) nicht das absolute Denken, 2 sondern nur einen gewissen Modus des Denkens, welcher Modus sich von anderen, 3 nämlich der Begierde, der Liebe usw., unterscheidet, und deshalb (nach Def. 5) 4 aus dem absoluten Denken begriffen werden muß, nämlich (nach Lehrsatz 15 und 5 Def. 6) aus einem Attribute Gottes, welches das ewige und unendliche Wesen des 6 Denkens ausdrückt, so begriffen werden muß, daß es ohne dasselbe weder sein noch 7 begriffen werden kann, und folglich (nach Anmerkung zu Lehrsatz 29) zur 8 gewordenen Natur, nicht aber zur wirkenden gerechnet werden muß, wie auch die 9 übrigen Modi des Denkens. W.z.b.w. 10 11